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© Radio QueerLiveIn diesem Jahr begehen LGBT-Aktivisten bereits zum 11. Mal den Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie. Weltweit wird der Tag, der jedes Jahr am 17. Mai stattfindet, genutzt, um auf die noch immer bestehende Diskriminierung von LSBT-Menschen aufmerksam zu machen.

 

In Märkisch-Oderland (im Osten Brandenburgs) wird der IDAHOT, wie die offizielle Abkürzung des Aktionstages lautet, nun zum dritten Mal begangen. Vor der Landkreisverwaltung in der Kreisstadt Seelow hisst Landrat Gernot Schmidt zusammen mit der CDU-Landtagsabgeordneten Kristy Augustin und dem bündnisgrünen Vorstandsmitglied Alexander Lehmann die Regenbogenfahne. Auch am Seelower Rathaus wird die Fahne wieder über den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger wehen.

Eine Veranstaltung wird es anlässlich des IDAHOT an der Grenze zu Berlin geben. In der 15.000 Einwohner Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin lädt Bürgermeister André Schaller gemeinsam mit Kristy Augustin und Alexander Lehmann um 16 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Sollen sie uns doch sehen“, die gleichgeschlechtliche Paare aus Polen zeigt, die vor einigen Jahren den Mut fanden, sich fotografieren zu lassen. Zur Premiere löste die Ausstellung massive Proteste in der Republik Polen aus. Die Ausstellung wurde gestürmt und einige Fotografien beschädigt sowie zerstört. Viele der fotografierten Paare mussten mit Anfeindungen, Ausgrenzungen und Drohungen leben.

Um 17.15 Uhr sind alle Teilnehmer zu einer Podiumsdiskussion im Ratssaal der Gemeinde eingeladen. Mit den geladenen Gästen, zu denen Politiker als auch Akteure des gesellschaftlichen Lebens in Brandenburg gehören, wird über die heutige Situation von LSBT-Menschen in der Gesellschaft gesprochen. Die offene Diskussionsrunde ermöglicht die Teilnahme des Publikums, die ausdrücklich erwünscht ist.

Auch in Rüdersdorf wird am 17. Mai die Regenbogenflagge wehen. Symbolisch wird sie um 16 Uhr nochmals eingeholt und gemeinsam gehisst.

Die Veranstaltung zum IDAHOT ist von Berlin-Friedrichshagen bequem mit der Tram 88 zu erreichen. Von der Tram-Haltestelle „Rüdersdorf Marktplatz“ sind es nur wenige Meter bis zum Rathaus in der Hans-Striegelski-Straße 5.